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Identifikation: |
| Signatur: | ED-REG 42 |
| Titel: | Museum der Kulturen Basel (bis 1996: Museum für Völkerkunde und Schweizerisches Museum für Volkskunde Basel) |
| Entstehungszeitraum: | 1909 - 2007 |
| Verzeichnungsstufe: | Fonds |
| Erschliessungsgrad: | Detailliert |
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Kontext: |
| Aktenbildner/Provenienz (Link): | Museum der Kulturen Basel (Basel) |
| Aktenbildner/Provenienz (Text): | Museums für Völkerkunde, Schweizerisches Museum für Volkskunde |
| Verwaltungsgeschichte/Biografische Angaben: | Als Gründungsjahr des heutigen Museums der Kulturen gilt das Jahr 1893: Erstmals trat die Kommission der ethnographischen Sammlung zusammen und begründete damit die Selbständigkeit der Völkerkunde. Durch einen 1892 von der Regenz der Universität gefällten Beschluss wurde dadurch die völkerkundliche Sammlung aus der historisch-antiquarischen Sammlung, die nebst klassischen Antiquitäten auch Münzen und Gipsabgüsse enthielt, herausgelöst. Die Gründung der ethnographischen Kommission war damals nur ein einzelner Stein in einem grösseren Mosaik. Zwischen 1870 und 1900 wurden die bisher als Universitätsgut einheitlich verwalteten Sammlungen nach und nach verselbständigt. Der 1849 eröffnete Museumsbau von Melchior Berri hatte bis dahin quasi als Mehrzeckmuseum sämtliche Sammlungen sowie die Universitätsbibliothek beherbergt. So verliessen 1874 die Physik (ins Bernoullianum), 1885 die Anatomie (ins Vesalianum), 1894 die historische Sammlung (in die Barfüsserkirche) und 1896 die Bibliothek (an die Schönbeinstrasse) den klassizistischen Bau an der Augustinergasse.
Die Entwicklung der Sammlung zum späteren Museum mit Weltruf ist eng an die Person von Fritz Sarasin (1859-1942) gebunden, der 1896 das Präsidium der ethnographischen Sammlung übernahm und dieses Amt bis zu seinem Tode 1942 ausübte. Zusammen mit seinem Grossvetter Paul Sarasin (1856-1929) hatte er in Deutschland studiert und Forschungsreisen nach Sri Lanka, Ägypten und Celebes unternommen. Weitere Expeditionen nach Südostasien sollten folgen. Die aus eigenen Mitteln bestrittenen Unternehmungen erbrachten Basel die ersten systematisch angelegten völkerkundlichen Sammlungen, die im übrigen allesamt dem Museum geschenkt wurden. Unter Sarasins Aegide wurde 1898 auch der sog. "Fünfliberclub", ein Gönnerverein zugunsten des Museums, der heute unter dem Namen "Kulturkreis" weiterhin besteht, gegründet. Auch stand Fritz Sarasin am Ursprung der Idee, für die Kunstsammlung, die sich ebenfalls an der Augustinergasse befand, eine eigenes Museum zu errichten. Bereits 1903 gründete Sarasin ein Initiativkomitee für Museumsneubauten; auf dieses Komitee geht der 1917 eingeweihte Anbau des Seitenflügels zum Berri-Bau zurück, der noch heute die Völkerkunde beinhaltet. Allerdings konnte das Kunstmuseum erst 1936 nach vier Wettbewerben und 255 Projekten eingeweiht werden.
Inzwischen war die Ethnographische Kommission 1902 in "Sammlung für Völkerkunde" umbenannt worden. Die Sammlung, 1904 durch die Abteilung Europa ergänzt, erhielt 1918 den Namen "Museum für Völkerkunde". Nachdem der Europa-Abteilung 1944 durch den Bundesrat der Titel "Schweizerisches Museum für Volkskunde" verliehen wurde, führte das Museum ab 1944 die offizielle Bezeichnung "Museum für Völkerkunde und Schweizerisches Museum für Volkskunde Basel". Die Umbenennung in "Museum der Kulturen" erfolgte 1996.
Erstaunlicherweise wurde das Museum (bzw. die Sammlung) über Jahrzehnte hinweg ehrenamtlich durch den jeweiligen Kommissionspräsidenten geführt. Zwar hatte man 1931 mit Eugen Paravicini (1889-1945) einen ersten besoldeten Konservator (damals: Kustos) angestellt und 1938 mit Alfred Bühler (1900-1981) eine zweite Konservatorenstelle besetzt, die Leitung blieb jedoch bei Fritz Sarasin und ab 1942 bei dessen Nachfolger Felix Speiser (1880-1949). Erst als 1949 auch Kommissionspräsident Speiser verstarb, wurde Alfred Bühler zum vollamtlichen Direktor des Museums gewählt, das damit zum ersten Mal eine professionelle Führung erhielt. Auf Bühler folgte 1964 Carl August Schmitz (1920-1966), der jedoch bereits 1965 einem Ruf nach Frankfurt a.M. folgte. 1967 übernahm Gerhard Baer (1934-) die Führung des Museums. Auf Baer folgte 1996 Clara Wilpert (1941-) als neue Direktorin, 2006 übernahm Anna Schmid (1960-) die Leitung des Museums. |
| Heute gehört das Museum der Kulturen zu den bedeutendsten völkerkundlichen Museen Europas. Einzelne Sammlungsteile wie etwa "Melanesien" oder "Textilien" geniessen gar Weltruf. Der überwiegende Teil der Sammlung geht auf wissenschaftliche Expeditionen zurück. Bedeutenden Zuwachs erhielt das Museum zudem durch Ankäufe (1971: Korewori-Sammlung, ermöglicht durch Beiträge der Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, der Gemeinde Riehen, von Versicherungen, der chemischen Industrie sowie zahlreicher privater Gönner / 1998: Tibetsammlung von Gerd Wolfgang Essen, dem Museum von Catherine Oeri (1951-) geschenkt) sowie durch die Übernahme der ethnographischen Sammlung der Basler Mission als Dauerdepositum. |
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Zugangs- und Benutzungsbedingungen: |
| Rechtsstatus: | Eigentum des Staatsarchivs Basel-Stadt |
| Zugangsbestimmungen: | Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt. |
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Sachverwandte Unterlagen: |
| Verwandtes Material: | Unterlagen, die die Sammlung des Museums betreffen, werden bis auf weiteres beim Museum verwahrt gemäss Archivgesetz § 6 Absatz 4 (Archivierung beim Aktenbildner). Benützungsanfragen sind deshalb direkt an das Museum zu richten. |
| Veröffentlichungen: | Bernhard Gardi, Fenster zur Welt. 100 Jahre Museum für Völkerkunde und Schweizerisches Museum für Volkskunde Basel. in: Basler Stadtbuch 1993, Ausgabe 1994, 114. Jahrgang, S. 89-94 |
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Anmerkungen: |
| Aufnahmedatum: | 11/25/2005 |
| Revisionsdatum: | 9/20/2006 |
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Descriptors |
| Entries: | Museum der Kulturen (Personenbegriffe\) |
| Museum für Völkerkunde (Personenbegriffe\) |
| Schweizerisches Museum für Volkskunde (Personenbegriffe\S) |
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Usage |
| End of term of protection: | 12/31/2037 |
| Permission required: | Keine |
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URL for this unit of description |
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