Sicherung und Nutzbarmachung

Archivgut ist einmaliges und unersetzliches Kulturgut. Damit es im Katastrophenfall nicht verloren geht – wie beim Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 –, werden Sicherungsverfilmungen auf Mikrofilm angefertigt. 2005 musste im Staatsarchiv Basel-Stadt die Sicherungsverfilmung aus Budgetgründen eingestellt werden. 2013 wurde sie in einem grossen Projekt wiederaufgenommen, in Form der Digitalisierung von Archivgut. Das Projekt wurde 2019 abgeschlossen.

Zwei Fliegen mit einem Schlag

Mit dem Projekt Sicherung und Nutzbarmachung (S & N) verfolgte das Staatsarchiv das doppelte Ziel, in grossem Umfang Archivalien für den Katastrophenfall zu sichern und zugleich besser zugänglich zu machen. Mikrofilme gelten wegen der geringen technischen Anforderungen an die Lesbarkeit und wegen der hohen Stabilität des Informationsträgers auch heute noch als äusserst nachhaltige und langfristig kostengünstige Massnahme des Kulturgüterschutzes. Die Online-Bereitstellung von Digitalisaten andererseits dient der Erhöhung der Zugänglichkeit, wie die bereits in der dritten Informatisierungsetappe (2008–2011) begonnene Digitalisierung von Schriftgut. Zugleich können so die Originale geschont werden, wenn an ihrer Stelle Digitalisate zur Benutzung verwendet werden. Neben der Digitalisierung und Verfilmung von Archivgut ist auch die Digitalisierung vorhandener Sicherungsfilme Gegenstand des Vorhabens. Dadurch wird der Anteil des Archivguts, der online zugänglich ist, weiter erhöht.

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Umfang des Projekts

Im Rahmen des Projekts S & N wurden von den mittlerweile über 20 Laufkilometern des gesamten Archivgutes im Staatsarchiv digitalisiert:

  • 1000 Bände und Faszikelmappen mit einem Gesamtvolumen von 212 000 Seiten
  • 10 000 Drucksachen mit einem Gesamtvolumen von 340 000 Seiten
  • 300 Karten und Pläne
  • 36 000 Bilder und Fotos
  • 178 Mikrofilme mit einem Gesamtvolumen von 360 000 Scans.

Insgesamt wurden während des Projektes rund 948 000 Digitalisate erstellt.

Das Budget (Bruttokosten ohne eventuelle Bundesbeiträge) des Gesamtprojekts belief sich auf etwas mehr als 1 345 000.– Franken.

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Projektetappen

Im ersten Halbjahr 2013 wurde die notwendige Digitalisierungsinfrastruktur aufgebaut und das Portfolio der zu digitalisierenden Archivalien erstellt. Die Digitalisierung und Ausbelichtung erfolgte etappenweise ab Herbst 2013 bis 2019.

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Digitalisierte Bestände

Folgende Bestände wurden im Laufe des Projekts digitalisiert:

Akten, z.T. mit Bildmaterial

Bilder

Pläne

 

Amtliche Publikationen

 

 

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Stand: September 2019